Invest now or regret later

Warum Investitionen in Stromverteilnetze wichtig sind.

Um die Klimaschutzziele kostenoptimal zu erreichen und die Energiewende erfolgreich umsetzen zu können, brauchen wir eine flächendeckend ausgebaute und leistungsstarke Energieinfrastruktur. Das ist die wichtigste Erkenntnis einer Studie der RWTH Aachen (IAEW) und dem Beratungsunternehmen Frontier Economics. Die Studie beleuchtet die Auswirkungen für ein Szenario, in dem man das Stromverteilnetz in Deutschland mit Blick auf die Klimaziele nicht ausreichend und kontinuierlich ausbaut und benennt die volkswirtschaftlichen Kosten, die dadurch entstehen würden. Somit ist es durch die Studie erstmalig möglich, den volkswirtschaftlichen Wert einer funktionsfähigen Energieinfrastruktur zu beziffern.

Die Anforderungen steigen

Die Anforderungen an das Netz steigen in einem klimaneutralen Energiesystem immens: immer mehr neue Erneuerbare-Energie-Anlagen, insbesondere Windkraft- und Solaranlagen, werden in das Netz integriert. Dadurch wird das Energiesystem immer komplexer und volatiler. Auch bei der Elektromobilität spielt das Netz eine wichtige Rolle.

Hohe Investitionen notwendig

In den kommenden Jahren und Jahrzehnten werden hohe Investitionen in die Stromverteilnetze notwendig sein, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden: Die Abschätzungen der RWTH Aachen und Frontier Economics zeigen einen Investitionsbedarf in die deutschen Stromverteilnetze von ca. 32 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 und ca. 111 Milliarden Euro bis zum Jahr 2050, damit die Netzbetreiber ihre Versorgungsaufgabe weiterhin zuverlässig erfüllen können. Was nach enormen Summen klingt, relativiert sich über den Zeitverlauf hinweg – und: der eigentliche Kostentreiber wäre ein Ausbleiben dieser Investitionen.

Unterfinanzierung verursacht Mehrkosten

Denn wenn wir nicht ausreichend in die Verteilnetze investieren, riskieren wir, dass die Energiewende unnötig und signifikant teurer für die Kunden wird. Allein in Deutschland würde eine Unterfinanzierung der Stromverteilnetze im Jahr 2030 jährliche Mehrkosten von bis zu 300 Millionen Euro verursachen, die bis 2050 überproportional auf mehr als 4 Milliarden Euro pro Jahr ansteigen. Kosten, die vor allem deshalb entstehen, weil aufgrund von Netzengpässen wertvoller Grünstrom nicht genutzt werden kann oder weil Elektroautos nicht bedarfsgerecht aus dem Netz geladen werden können und Kunden in teure Speicherlösungen investieren müssten, um ihren Mobilitätsbedarf zu bedienen. Wir müssen darum heute ausreichend in die Verteilnetze investieren, sonst werden wir in der Zukunft einen hohen Preis dafür zahlen.

Dekarbonisierung durch Sektorkopplung

Die Unternehmen der Energiewirtschaft sorgen für regionale Wertschöpfung. Genauso wichtig, wenn nicht sogar noch wichtiger sind die Fortschritte, die wir auch bei Wärme und Mobilität erzielen müssen. Die Verteilnetze sind auch dabei eine wesentliche Stellschraube. Die Dekarbonisierung des Stromsektors kann durch die so genannte Sektorkopplung dazu beitragen, dass die Sektoren Verkehr und Wärme ebenfalls ihre Emissionen reduzieren.
E.ON ermöglicht den klimafreundlichen Umbau der Energieversorgung durch Investitionen in die Energieinfrastruktur von rund 7 Milliarden Euro in den nächsten drei Jahren. Allein in diesem Jahr investieren wir in Deutschland zusätzlich nochmals 500 Millionen Euro.

Politik und Regulierung müssen jetzt handeln: Für erfolgreichen Klimaschutz und eine gelingende Energiewende in Deutschland müssen Politik und Regulierung international wettbewerbsfähige Investitionsbedingungen sicherstellen.

Thomas König, Netzvorstand E.ON

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